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Fehlgeburt

Wenn eine kleine Seele uns viel zu früh verlässt, geht auch immer ein kleiner Teil unserer eigenen Seele.

Diagnosen

natürlicher Abgang

Bei einem natürlichen Abgang setzt der Körper die Prozesse für einen Abgang der nicht intakten Schwangerschaft selbst in Gang. Die Blutungsintensität, sowie das Körpergefühl und die Schmerzen bei einem natürlichem Abgang können sehr individuell sein. Der natürliche Abgang ist die schoneste Art für die Gebärmutter und den Körper, da hier von außen nicht eingegriffen werden braucht.

Missed Abortion

Eine missed Abortion wird auch verhaltene Fehlgeburt genannt. Der Körper hat die nicht intakte Schwangerschaft noch nicht registriert. Die kleine Seele verstirbt symptomlos im Unterleib der Mutter und verbleibt auch dort.

Nach einer solchen Diagnose gibt es verschiedene Möglichkeiten weiter zu verfahren. Neben einer medikamentösen Einleitung oder einer Curettage, kann auch das Abwarten auf einen natürlichen Abgang unter Umständen eine Alternative darstellen.

Oft kann die Zeit des Abwartens bis der Körper die Fehlgeburt registriert und selbst den Abgang einleitet, für die Heilung der Seele genutzt werden.

Erkrankung / nicht lebensfähig

Nach einem Befund durch die Feindiagnostik, dass ein Kind schwere Erkrankungen hat / nicht lebensfähig ist, sollte auch in Ruhe überlegt werden, wie es weitergeht. 

Empfohlen wird immer eine zweite Meinung bei einem Fachexperten einzuholen. Es besteht die Möglichkeit, sich aktiv von dem Kind zu verabschieden, durch Fetozid oder sich für das Weitertragen zu entscheiden. Beim Weitertragen entscheidet das Kind selbst, wann es gehen möchte. Oft ist dies eine sehr belastende Zeit für die Eltern, die aber auch im Nachhinein als eine schöne Erinnerung wahrgenommen wird. Neben all der Traurigkeit, kann diese Zeit auch mit tollen Momenten und Liebe gefüllt werden.

Geburten

kleine Geburt

Von einer kleinen Geburt wird gesprochen, wenn das Kind ohne Lebenszeichen vor der 22+6 SSW oder unter 500g Geburtsgewicht geboren wird. 

Kleine Geburten sind am häufigsten zwischen der 7. und 10. SSW und ca. 30% aller Schwangerschaften enden in einer kleinen oder stillen Geburt. Oft wird hierfür keine Ursache gefunden. 

Bei einer kleinen Geburt im 1. Trimester gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Curettage (Ausschabung / Absaugung) 

  • Einleitung mit wehenfördernden Medikamenten

  • Abwarten auf natürlichen Abgang

Die Schmerzen, die Dauer und die Blutmenge sind bei kleinen Geburten sehr individuell. In der Regel besteht auch keine Infektionsgefahr für die Mutter, da das Baby im Bauch keine Sauerstoffzufuhr hat. 

Achtung: Bei Fieber und Druckempfindlichkeit der Gebärmutter bitte sofort medizinisches Fachpersonal aufsuchen. 

Bei einem Toilettengang empfiehlt es sich, ein Sieb zu verwenden, um die kleine Geburt aufzufangen, falls man dies möchte. 

Im zweiten Trimester wird dringend eine Begleitung durch eine Hebamme oder medizinisches Fachpersonal bei der kleinen Geburt empfohlen. Im Gegensatz zu der kleinen Geburt im ersten Trimester, besteht im zweiten Trimester ein erhöhtes Risiko, dass die Plazenta sich nicht während der Geburt löst oder nur teilweise löst. Dies kann zu einer starken Blutung führen. 

Bei einer kleinen Geburt im 2. Trimester gibt es folgende Möglichkeiten:

  • Einleitung mit wehenfördernden Medikamenten

  • Bedingtes Abwarten

Eine natürliche Geburt kann sehr heilsam für die Frau sein. Oft ist einem während der Geburt gar nicht so bewusst, dass man im Nachhinein für jede Erinnerung sehr dankbar ist. Es ist das einzige, was bleibt.

stille Geburt / Totgeburt

Von einer stillen Geburt wird gesprochen, wenn das Kind ohne oder mit Lebenszeichen ab der 23+0 SSW oder über 500g Geburtsgewicht geboren wird. 

Eine stille Geburt und dessen verfahren ist einer Geburt im errechneten Zeitraum oder Frühgeburt sehr ähnlich. Bevor eine Geburt eingeleitet wird, ist es sehr ratsam den ersten Schock zu verarbeiten, da dann nämlich die Hormone besser fließen können, die für die Geburt hilfreich sind.

Die Begleitung und Beratung eines Bestattungsinstitutes, welche sich mit stillen Geburten auskennen, ist sehr ratsam. Auch sollten im Vorfeld einige organisatorische Dinge geklärt werden, so beispielsweise das Thema Bestattung, welche Kleidung bekommt das Baby nach der Geburt an, sollen Fotos gemacht werden usw.

 

In der Regel haben Eltern erstmal Zeit sich zu überlegen, was sie wirklich wollen. Oft ist die Geburt eine der größten Erinnerungen, die an das Kind bleibt und sie sollte so schön wie möglich gestaltet werden. Auch wenn der erste Impuls dazu drängt, es so schnell wie möglich zu beenden.

Erinnerungen / Fotos

Es gibt ehrenamtliche Sternenkind-Fotografen, die meistens wunderschöne Erinnerungen schaffen. Oft kommen diese auch in den Kreissaal und machen üblicherweise Bilder ab der 14. SSW.

Unter https://www.dein-sternenkind.eu/ sind diese zu finden. 

Es wird empfohlen, Kinder nach der Geburt ins Wasser zu legen, da Wasser die Hautfarbe rosig machen kann und die Kinder dann schöner aussehen. Das Baden kann auch ein schönes Ritual für die Eltern sein. 

Wenn man möchte, kann man sich auch bei einer kleinen Geburt die Geburt beim Standesamt beurkunden lassen. Ein Eintrag ins Personenstandsregister ist ähnlich einer Geburtsurkunde und kann im Familienstammbuch abgelegt werden. Bei einer stillen Geburt wird eine Geburts- und Sterbeurkunde ausgestellt.

Wochenbett

Das Wochenbett ist für jede Frau wichtig. Egal in welcher Woche das Kind geboren wird. Neben der körperliche Erholung steht vor allem auch die Heilung von Geist und Seele im Vordergrund. Trauer um ein verlorenes Kind, kann sehr anstrengend für den Körper sein. Je näher die Geburt am errechneten Termin ist, desto mehr sollte die Erholung und danach die Rückbildung des Beckenbodens Aufmerksamkeit bekommen. Hierfür gibt es auch spezielle Rückbildungskurse für Sternenkindmütter. 

Auch kann es ab der 12. SSW zu Milchproduktion und einem Milcheinschuss kommen. Dies ist in vielen Fällen sehr überfordernd, da der Milcheinschuss mit vielen Emotionen einhergeht. Die Milch wird nicht umsonst -die Träne der Brust- genannt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, was man mit der Muttermilch machen kann. Hier einige Ideen:

  • Herstellung von Schmuck

  • Herstellung von Kerzen

  • Muttermilchnosoden (Globulis)

  • An eine Muttermilchbank spenden

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